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    Antike Hochhäuser im Jemen (Foto: Katharina Eglau)Sorge um das Menschheitserbe

    Was im Orient auf dem Spiel steht

    Wir, die Klasse 10c, besuchten die Ausstellung »Sorge um das Menschheitserbe - Was im Orient auf dem Spiel steht« in der St.-Simeonis-Kirche. Begleitet wurden wir von dem dortigen Pfarrer, Herrn Brügmann.

    Dieser erklärte uns Schülern mithilfe von Bildern, was im Vorderasien und Nordafrika derzeit los ist. Zu Anfang erzählte er uns, dass die Idee der heutigen allseits bekannten Hochhäuser und der Zahlen- und Buchstabensysteme nicht - wie von uns Schülern angenommen - aus Amerika stammen, sondern ihren Ursprung in Jemen und Arabien haben.

    Dass es aber auch um Religion ging, war in einer Kirche nicht überraschend. Dass jedoch seit 2011 ein Kampf um Freiheit herrscht und dies nur wegen des Glaubens an Gott, war für viele von uns neu. Dazu kam die gezielte Verstümmlung vieler protestierender Jugendlicher durch die Geheimpolizei, um ihnen so jegliche Art der Hoffnung zu rauben.

    Oder wusstet Ihr zum Beispiel schon, dass es im Südirak wenige Menschen gibt, die ein Leben auf dem Wasser der Sümpfe bei Amara aufgebaut haben? Und dass gerade diese Menschen die Zahlen erfanden, um die Fluten berechnen zu können? Wir verdanken diesen Menschen sehr viel. Was also gab dem Diktator von vor 10 Jahren das Recht, große Teile des Sumpfes trocken zu legen und somit mehr als die Hälfte der Bewohner zu vertreiben.

    Dass ein Kampf um die »richtige Religion« herrscht, ist auch schon lange kein Geheimnis mehr. Doch dass seit 2018 Juden aus dem Jemen wegen zunehmender Gefahr evakuiert werden mussten und dass in Ägypten Christen, die sich in der Minderheit befinden, sich vor Attentaten fürchten müssen, scheint vielen egal zu sein. Vor allem, da die Waffen u.a. doch aus Deutschland exportiert werden.

    Selbst wenn der Krieg eines Tages enden sollte, werden die Überlebenden keine ihrer religiösen Heiligtümer wieder auffinden, sondern nichts als Schmutz, Schutt und Asche.

    Hoffentlich werden sie eines Tages verstehen, dass jede Religion berechtigt ist, ausgelebt zu werden, denn sie hilft Menschen zu leben. Zu überleben!

    Sie werden hoffentlich verstehen, dass Religion kein Grund für Krieg ist.

    Denn wie Kurt Tucholsky einst sagte: »Wer Kriege im Namen Gottes führt, ist stets der Teufel.«

     

     

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